Donnerstag, 13. Dezember 2012

Erinnerungen

Dezember, Jahresende, Zeit für Rückblicke, da wird man richtig nostalgisch. Ein Jahr ist es jetzt her, dass ich gespannt auf die Geburt meiner Tochter gewartet habe. Letztes Jahr im Dezember habe ich jeden Tag gehofft dass es so weit ist, das sie sich selbst auf den Weg macht. Gedauert hat es dann doch bis zum zweiten Jänner, und das mit Einleitung. Alles erinnert mich momentan an die Gefühlslage von vor einem Jahr, der Geruch von Mandarinen, die ich fast jeden Tag in meinem Frühstücksjoghurt hatte, mit Zimt. Oder der Geruch von Keksen die ich gebacken habe aber nicht Essen durfte, wegen des Schwangerschaftsdiabetes ( das hole ich heuer alles nach). Viel hat sich verändert seit letztem Dezember, das ganze Jahr über. Ich kann nicht behaupten ein anderer Mensch geworden zu sein, das wäre ja Blödsinn, aber mein Selbstbild hat sich definitiv verändert seit meine kleine Terrorzwetschke auf der Welt ist. Stillen hat das Bild, dass ich von meinem Körper hatte sehr verändert. Die übertriebene Sexualisierung von Brüsten ist etwas, dass mir erst jetzt wirklich bewusst aufgefallen ist, seit meine eigenen in erster Linie als Nahrungs- und Geborgenheitsquelle für Töchterchen dienen. Ähnlich kann man es wohl auch mit Körperbehaarung sehen, war es letztes Jahr kurz vor der Geburt noch meine große Sorge, wie ich mich am besten im quasi Blindflug von möglicherweise unästhetischen Haaren entledige, so stelle ich mir heute die Frage wie ich so etwas unwichtigem solche Bedeutung zumessen konnte. Während der Geburt selbst waren mir mein Aussehen, was andere von mir denken könnten oder welchen Eindruck ich hinterlassen könnte vollkommen egal. Auch ohne Projekt beinbart käme mir die Sorge um meine Intimfrisur heute vermutlich lächerlich vor.

Jetzt werde ich mir einen Tee kochen, mich zu meinem Töchterchen ins Bett kuscheln, in Erinnerungen schwelgen und mich wundern wie schnell die Zeit vergeht.

Eine schöne Adventszeit an alle!

Donnerstag, 29. November 2012

Montag, 26. November 2012

Stillstand

Schreibtechnisch herrscht bei mir momentan Stillstand, absolute Blockade, mein Hirn ist matsch. Der Alltag ist einfach zu fordernd, die Nächte zu durchwachsen. Tagsüber ist an schreiben nicht zu denken, denn Töchterchen hat beschlossen nur mehr im Kinderwagen zu einzuschlafen. Tragetuch und Tragehilfe verweigert sie unter Protest, leider. Die kurzen, Pausen in denen sie schläft nutze ich um Luft zu holen und selbst ein bisschen zu erholen. Die kostbaren Abende an denen Madame sich ohne viel Theater hinlegen lässt, sind rar und daher wandere ich meist gleich nach kurzer Körperpflege mit ihr in Träumeland. Eine Wohltat jedes Wochenende wenn Ylvies Papa nach Hause kommt und ich aufs WC gehen kann ohne dass jemand dabei raunzend an mir hochklettert. Aber genug gejammert, es ist eine Phase es geht vorbei (hoffentlich).

Auch mein Interview ist auf fm4 gelaufen, sogar zwei Mal. Für alle die es nicht gehört haben, es gibt einen Artikel auf der fm4 Homepage als Trost, zum Nachlesen http://fm4.orf.at/stories/1706938/ . Der Artikel hat im Forum darunter eine rege Diskussion ausgelöst. Das freut mich sehr, denn das zeigt das mein Projekt bewegt. Natürlich findet sich dort auch der eine oder andere Troll der es für notwendig hält anonym zu stänkern. Meine Versuche die Diskussion hier auf meinem Blog weiter zu führen, damit ich sie besser moderieren kann, sind fehlgeschlagen. Jedoch hat es mich animiert, eine Rubrik auf meinem Blog zu schaffen in der nochmal zusammenfassen werde was das ganze Gedöns um meine Körperbehaarung hier eigentlich soll.

Neben dem Artikel auf fm4, wird auch in der nächsten Ausgabe der Wienerin über Beinbart zu lesen sein. Ich kann es kaum erwarten mir eine Ausgabe zu holen.

Sonntag, 4. November 2012

kurzer Sonntagspost

Das Kind liegt im Bett und eigentlich sollte ich da auch schon sein, dem Grad meiner Müdigkeit nach zu Urteilen. Aber nicht nach meinem wöchentlichen Blogpost! So brav habe ich mich in den letzten Wochen daran gehalten zumindest einmal in der Woche eine Kleinigkeit zu schreiben, das kann ich natürlich nicht einfach unterbrechen. Vielleicht sollte ich einen wöchentlichen Report einführen, aber dazu müsste ich mir erst einen ausdenken (kommt mal auf meine imaginäre to-do-Liste, gleich nach Staubsaugen, aufwaschen und bügeln).

Diese Woche habe ich ernsthaft überlegt mir die Haare zu schneiden, also die am Kopf. Es wird kalt und meine Zeit nicht mehr, daher muss ich mich mit Föhnen plagen oder mit nassen Haaren schlafen gehen. Letzteres führt leider zu einer Frisur die jedem Besen Konkurrenz macht. Konsequenz daraus also, Kurzhaarschnitt. Wiedermal. Noch hab ich es nicht übers Herz gebracht meine immerhin schon kinnlangen Haare zu stutzen. Schaden würde es nicht, irgendwie sehe ich durch den nachschwangerschaftlichen Haarausfall flaumig aus. Alle Haare auf gleiche Länge zu bringen wäre gar nicht schlecht und Töchterchen hätte vermutlich auch nicht mehr so viel Spaß daran mir die verblieben auszurupfen. Fast hätte ich nach folgendem Dialog mit meinem Herrn Freund selbst zur Schre gegriffen (ja wir sind wieder zusammen und nein keine Infos dazu im Blog, das wäre nicht beziehungsförderlich):

Ich: "Ich fürchte meine Haare müssen aus Zeitgründen wieder ab."
Er: "Nein, mit langen Haaren bist du doch so hübsch!"
Ich: "Danke, sie nerven trotzdem."
Er: "Aber dann hast du haarige Beine und kurze Haare!"
Ich (in Gedanken schon die Bastelschere suchend): "Grummel!"
Er: "Aber das ist schon mein Style!"

Zum Glück gibt es Gummiringerl, momentan muss ein Zopf reichen, auch weil ich erst beim Frisör war.

Folgende Links möchte ich niemandem vorenthalten
http://hairylegsclub.tumblr.com/
und
http://hairypitsclub.tumblr.com/

selbstbewusste Frauen mit Haaren, find ich gut! Da mach ich doch gleich mal mit.
Danke Irmi für diese Links.



Sonntag, 28. Oktober 2012

1000 Mal geklickt

Wow, über 1000 Seitenaufrufe hatte mein kleiner, bescheidener Blog bis heute. 1029 um genau zu sein. Ich bin fasziniert wie oft mein Blog also schon aufgerufen wurde. Natürlich freut mich die Tatsache dass mein Geschreibsel auch wirklich gelesen wird und dass sich schon einige interessante Diskussionen dadurch ergeben haben.

Mein liebes Töchterchen hat übrigens meine Haare entdeckt. Nein, nicht die auf meinem Kopf, die kennt sie schon länger, die unter meinen Armen. Seit Wochen ist sie schon Fan von Papas Bauch- und Brustbehaarung, doch seit einigen Tagen findet sie meine Achselhaare irre spannend beziehungsweise entspannend. Sie hat beim Stillen schon früher mal gerne an meinem Haupthaar gezogen, was dazu geführt hat dass ich mir einen Zopf gemacht habe damit sie mir nicht alle Haare ausreißt, dass sie aber meine Achselhaare zum Ausrupfen gern hat ist noch weniger angenehm. Gegen zu intensives "Entspannungszwirbeln" hilft nur ein T-Shirt anzuzuiehen, denn so ein milchbetriebener Epilierer ist nicht gerade zimperlich.

--Trommelwirbel--
Am 6. November ist es soweit, mein Interview in Irmi Wutschers  "Labor Leben" geht auf Sendung, die genaue Uhrezeit steht noch nicht fest, aber natürlich wird sie sich sobald wie möglich hier auf meinem Blog finden.

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Das Interview

Letzten Dienstag waren wir also bei fm4, auf ein kurzes Interview mit Irmgard Wutscher. Wir, das heißt, Ylvie und ich, denn ohne Töchterchen geht nunmal gar nix.
Um 14 Uhr trafen wir Irmi vor der TU und wir spazierten Richtung Funkhaus. Entspannte Atmosphäre am weg dort hin und auch vor Ort war die Stimmung äußerst angenehm. Nervös war ich schon, aber nicht sehr. Um meine Nervosität zu überspielen, hab ich gemacht was ich immer mache, nämlich reden. Zum Glück war ich ja genau dazu eingeladen worden. Eine kurze Runde durchs FM4 Büro und ein paar erklärende Worte von Irmi zu den einzelnen Studios, verschafften mir einen kleinen Einblick in den Radioalltag. während wir warteten dass eine CD Rezension fertig aufgenommen wurde, wachte mein liebes Töchterchen pünktlich kurz vor Aufnahmebeginn auf. Quietschvergnügt krabbelte sie durch Studio, klaute eine Kabelabdeckung während ich mein Bestes gab von meinem Projekt zu erzählen. Wie immer, musste ich mich daran erinnern nicht all zu schnell zu reden und dann wars auch schon wieder vorbei.
Leider kann ich noch nicht sagen wann das Gespräch gesendet wird, aber natürlich wird die Information dann hier zu lesen sein.

Dienstag, 9. Oktober 2012

Sowas sowas

Da rasiert man sich eine Zeit lang nicht die Beine und bloggt ein bisschen herum und schon darf man sich das Funkhaus von innen ansehen
:-)
Ein Bericht wird folgen, denn auch mein Laptop würde repariert!

Donnerstag, 20. September 2012

Popoblitzer

Mein Laptop ist noch immer nicht repariert, leider. Ich habe ja Vermutungen was alles kaputt sein könnte, aber Mangels Werkzeug kann ich ihn nicht aufschrauben. Vielleicht auch besser so, da lasse ich dann wohl besser eine Fachkraft werken. Manchmal muss ich einen meiner Leitsätze, nämlich: "selbstgemacht ist immer besser!" hinten anstellen.
Dankenswerter Weise hat mir meine Mutter ihr Netbook geliehen, das zwar nur langsam, aber immer hin funktioniert. Also an dieser Stelle: Danke Mama, auch wenn ich nicht weiß ob du meinen Blog überhaupt liest!

Ylvie und ich haben, gemeinsam mit Joni und Maria, einen tollen Urlaub in Italien verbracht. Mit dabei waren keine Männer und, zumindest in meinem Gepäck, keinerlei Utensilien zur Haarentfernung. Beides ist mir zu keinem Punkt des Urlaubs abgegangen.Ich bin froh die, geschätzt, fünf Minuten zur Beinrasur jeden zweiten Tag einzusparen. Denn duschen mit ungeduldigem Kind am Badezimmerfußboden ist eher eine lästige Pflicht als erfrischend oder entspannend.Aufgerechnet auf ein Jahr sind das immerhin ca 40 Minuten und dazu kommen dann noch etwaige Minuten für Achsel- und Intimrasur. Mit raunzendem oder gar brüllendem Baby vor der Dusche dehnt sich erfahrungsgemäß jede Minute gegen unendlich und fünf Minuten mal unendlich ist ziemlich viel Unendlich. Rein mathematisch wird mein Gefühl also bestätigt.

Der Urlaub war ein voller Erfolg, schön wars. Ich werde hier aber niemanden mit endlosen Urlaubsberichten und -fotos zu posten. Denn dafür gibt's ja ein eigenes Plätzchen http://kunterbuntesbunt.blogspot.co.at/. Natürlich habe ich versucht im Urlaub darauf zu achten wie es um die Behaarung der Italienerinnen steht. Unaufälligst natürlich, ganz verrückt bin ich auch nicht. Fazit: Ähnlich wie in unsren Breiten, nur mehr Stoppeln unterm Arm. Unspektakulär also.

Eine andere Erfahrung die ich in Italien gemacht habe, war die Reaktion der mitbadenden Einheimischen, als ich mich am Strand mal kurzerhand einfach umgezogen habe. Rings um mich, sich topless sonnende Damen in winzig kleinen Bikinihöschen, und das kurze aufblitzen meines Hinterns beim umziehen zieht überraschtes Gekicher und unüberhörbares Getuschel nach sich. Ich muss sagen, das ist mir zuhause noch nie passiert. Klar, der im Vorfeld gelesene Reiseführer, hat mich schon darüber informiert dass FKK an Italiens Stränden nicht begrüßt wird, aber dass zwei Sekunden weißer Popo dermaßen aufregen können hat mich sehr überrascht. Da badet man zwischen Herren in super engen Speedos und Damen in  teilweise wirklich kaum zu erkennenden Bikinis und verursacht mittels eines unspektakulären, vom Handtuch halb verdeckten Kleiderwechsels einen kleinen Skandal. Naja, auch wieder was dazu gelernt. Aber schade eigentlich, das so ein bisschen Nacktheit dermaßen schockiert obwohl die Strandmode an besagtem Strand  oft mehr als aufreizend war.

Also werde ich mir für die Zukunft merken: Die ItalienerInnen wollen meinen weißen Po nicht sehen!

Mittwoch, 5. September 2012

Verzögerungen

Leider hat gestern Abend mein Laptop beschlossen nicht mehr hoch zu fahren. Daher wir es wohl einige zeit dauern, bis ich dazu kommen ein ausführlicheres Posting zu verfassen. Aber man darf sich freuen, denn es wird um Urlaub und Nacktheit gehen. Generell zwei schöne Themen.

Freitag, 17. August 2012

das erste Mal, nennen wir die Dinge beim Namen

Das erste Mal seit zehn Jahren fahre ich heuer in den Sommerurlaub, ohne einen Rasierer einzupacken.Vermindert das Gewicht des Gepäcks zwar nicht erheblich, aber vergrößert das Urlaubsfeeling aufgrund fehlender, nerviger morgendlicher Bein- und Bikinizonenrasiererei. Bitte, das sind (wenn mich meine Tochter lässt) locker 5-10 Minuten mehr Zeit zum Schlafen, Frühstücken, Lesen, was auch immer!

Bikinizone ist eigentlich ein wirklich dämliches Wort, es heißt ja auch der Bereich um meine Knöchel nicht Sockenzone. Aber wie soll man sie sonst nennen, diese Zone? Schambereich? Noch viel schlimmer. Das viel verwendete "Da unten" klingt ja sehr mystisch, aber vorstellen kann man sich darunter nicht viel. Das ist schade, ein ganzer Körperbereich der einfach undefiniert bleibt. Gerade in letzter Zeit bereitet mir dieser Umstand Kopfzerbrechen. Wenn ich mit meiner Tochter spiele oder sie wickle und dabei ihre Körperteile benenne, fehlen mir Regelmäßig die Worte. Ein Zustand, der bei mir sonst nur äußerst selten eintritt. Auch wenn mir die korrekten Ausdrücke durchaus bekannt sind, gehen sie mir nicht so leicht über die Lippen wie ich mir das gerne Wünschen würde. Meiner Tochter möchte ich diese Hemmung nicht weitergeben und ihr von Anfang an dir richtigen Bezeichnungen lehren, so schaffe ich es denke ich auch, selbst ohne Scheu dir richtigen Worte in den Mund zu nehmen. Sie soll lernen all ihre Körperteile richtig zu benennen, nicht falsche Geheimniskrämerei und  Tabuisierung soll sie durch ihr Leben begleiten. Vulva, Vagina, Labien, Klitoris, Wörter die auch ich erst in meinen Sprachgebrauch aufnehmen muss, damit meine Tochter dann weiß wie es richtig heißt.



Montag, 13. August 2012

3 Monate, 1 Rückblick

Seit  13.05.2012 läuft  mein motiviert gestartetes Projekt "Aufforstung", seit genau drei Monaten also. Zeit für ein kleines Resümee und einen Blick auf meine Regelliste:

1.) Ich werde alle Rasierer, Wachsstreifen und sonstige Utensilien die zur Enthaarung dienen entsorgen, damit ich nicht erst in die Versuchung komme zuhause irgendwelchen gesellschaftlichen Zwängen nachzugeben.
Dieser Punkt war schnell erledigt und hat auch noch zusätzlichen Platz im Bad geschaffen.
2.) Ich höre auf ein feiges Huhn zu sein und veröffentliche meinen Blog auf Facebook.

Ich gestehe ich bin immer noch ein feiges Huhn. Einigen Menschen habe ich sehrwohl schon von meinem Projekt und meinem Blog erzählt, aber der geballten Socialmedia-Öffentlichkeit habe ich mich noch nicht gestellt.
3.) Ich werde meine Beine nicht unter langen Hosen und meine Achseln nicht unter T-Shirts verstecken, das würde die gesamte Mission Wookiee gefährden.

Auch dieser Punkt ist kein Problem, schon die hochsommerlichen Temperaturen verlangen möglichst leicht bekleidet außer Haus zu gehen. Die Scheu mit unrasierten Beinen in ein skandalös kurzes Kleid zu schlüpfen und auszugehen schwindet mit jedem mal. Ich muss gestehen, der Kontrast meiner behaarten Beine zu Kleid, Peeptoes und rot lackierten Zehennägeln ist geradezu aufregend. Der Reiz ein so allgegenwärtiges gesellschaftliches Tabu zu brechen ist enorm unterhaltsam.
4.) Ich werde mir noch viel mehr lustige Namen für mein Vorhaben ausdenken sowie mir für die gängigsten Pro-Enthaarungs-Sager (Hygiene, eklig, Frauen haben da aber keine Haare) Antworten überlegen, um KritikerInnen besser kontern zu können.

Mir lustige Namen auszudenken war immer schon eine meiner Stärken. Überraschender
Weise war ich bisher kaum gezwungen mit anderen über meine Beinbehaarung zu diskutieren, die restliche Körperbehaarung ist überhaupt noch niemandem aufgefalle.  Den meisten Männern reichte das Argument: "Du rasierst dich ja auch nicht!" vollkommen und einzig meine Schwester hält ihren Ekel vor meinen Beinen nicht gerade zurück, aber dazu später.
5.) Ich werde mir, wenn ich mir einen neuen Bikini für die kommende Badesaison zulege, erst einmal einen mit Panty aussuchen und mich schrittweise zum knappen Bikinihöschen vorarbeiten, um mich selbst nicht zu überfordern.

HA! In diesem Punkt habe ich mich selbst übertroffen, ich nenne keine einzige Panty mein eigen.
6.) Trimmen ist ok, Kahlschlag tabu!

Auch dieser Punkt erweist sich als problemlos, getrimmt habe ich in der gesamten Projektlaufzeit kaum, etwas mehr Körperbehaarung ist wohl wirklich nur Gewöhnungssache für mich.
7.) Leute die fragen ob das alles nicht unhygienisch wäre, werde ich auffordern an mir zu riechen. Schließlich habe ich vor das Rasieren ein Jahr lang bleiben zu lassen, nicht das waschen.

Das habe ich auch schon gemacht, einfach weil es lustig ist.


Im großen und ganzen bin ich zufrieden mit mir, außer was das Posten betrifft. Da war ich wirklich zu lasch in den letzten Woche. Jedoch, um ehrlich zu sein, ist über eine längere Zeitspanne meinen Haaren beim wachsen zuzusehen, in etwa so spannend wie dem Gras beim wachsen zuzuhören. Daher werde ich meinen Blog erweitern, den schließlich gibt es noch viel mehr in meinem Leben als meine Körperbehaarung. Man darf also gespannt sein, auf Geschichten aus meinem Alltag mit einer acht Monate alten Tochter, die Freuden und den Stress die dazu gehören so wie allerlei Kunterbuntes das sich sonst ereignet.

Mittwoch, 1. August 2012

Vorgenommen ist nicht gleich getan

Ich entschuldige.mich untertänigst für meine lange Blogabwesenheit, aber in den letzten Wochen war alles sehr stressig. Mit zahnendem Baby und der Trennung vom zugehörigen Vater, ist mein Interesse den Zustand meiner Bein- und sonstiger Körperbehaarung mit der Weltöffentlichkeit zu teilen, eher gegen Null gerutscht. Als Entschädigung gibt es ein hoch aktuelles Beinfoto und hoffentlich bald frische Posts, in denen ich den Ekel meiner Schwester vor meinem Beinen in Worte fassen werde.

Montag, 28. Mai 2012

Nachdem ich jetzt so lange nichts mehr geschrieben habe, habe ich fast ein schlechtes Gewissen. Aber die Haare wachsen ja auch ohne dass ich über sie berichte. Generell muss man sie gar nicht anfeuern, sie sprießen vor sich hin. Mittlerweile habe sie eine herzeigbare Länge erreicht, das heißt, man sieht sie auch ohne Lupe. Wider erwarten habe ich mich in den letzten zwei Wochen in denen ich mich nicht rasiert habe, noch nicht in einen Teddy verwandelt. Auf der Straße schreit niemand "iiiih" oder "bääh", aber die Badesaison hat ja noch nicht begonnen. Die Reaktionen aus meinem Freundeskreis, waren meinem Projekt gegenüber  positiv bis belustigt. Einzig, einige machen sich Sorgen was mein Freund davon hält , was wiederum meine Meinung bestätigt, für wen Frauen sich rasieren sollen, für sich selbst sicher nicht. Des weiteren stinke ich auch nicht, rein subjektiv wahrgenommen und darauf angesprochen hat mich auch niemand. Die Sorge mancher, ich würde nach Start des Projekts nie wieder Sex haben hat sich auch nicht bestätigt. Mein Freund, der seit neustem zum Schnürbartträger mutiert ist,beschwert sich nicht über den, ansich spärlichen, Wildwuchs an Stellen wo früher keiner war.
Die einzige das wirklich eine erwähnenswerte Veränderung ist, dass meine Beine nicht mehr jucken. Nämlich gar nicht, und das ist toll.

Ich habe mir übrigens ganz fest vorgenommen, mindestens einmal in der Woche zu schreiben. Jetzt da es wärmer wird und die Kleidung kürzer, wird es sicher mehr zu berichten geben.

Mittwoch, 16. Mai 2012

smells like....

Heute nur eine kurze Ergänzung der Regeln für die geplante Aufforstung meiner "Naturschutzgebiete", denn ein wild wucherndes Gestrüpp soll es ja nicht werden, vielmehr schwebt mir ein gut gepflegter Garten vor (alles Bio versteht sich). Gehegt, gepflegt und doch natürlich. Die Haare auf meinem Kopf werden ja auch regelmämig gestutzt und manchmal sogar gedüngt!                                                                                                                              
Zur Regelerweiterung also:
7.) Leute die fragen ob das alles nicht unhygienisch wäre, werde ich auffordern an mir zu riechen. Schließlich habe ich vor das Rasieren ein Jahr lang bleiben zu lassen, nicht das waschen.

Montag, 14. Mai 2012

ohne Regeln geht gar nichts

Nachdem ich gestern meinen ersten Post fertig getippt und abgeschickt hatte, hat mich gestern wärend ich meine Tochter ins Bett gebracht habe, ein regelrechter Kreativitätsflash überrollt. Natürlich musste ich alle meine Gedanken erstmal handschriftlich festhalten und konnte mir so schon einen Fahrplan für die Postings dieser Woche erstellen. Hoffentlich klappt das auch alles zeitmäßig so wie ich mir das vorgestellt habe und hoffentlich kann ich meine Handschrift auch morgen und übermorgen noch entziffern.

Als erstes habe ich mir vorgenommen, mir selbst Regeln aufzustellen, die mir dabei helfen sollen mein Projekt in die Gänge zu bekommen und am Laufen zu erhalten:

1.) Ich werde alle Rasierer, Wachsstreifen und sonstige Utensilien die zur Enthaarung dienen entsorgen, damit ich nicht erst in die Versuchung komme zuhause irgendwelchen gesellschaftlichen Zwängen nachzugeben.
2.) Ich höre auf ein feiges Huhn zu sein und veröffentliche meinen Blog auf Facebook.
3.) Ich werde meine Beine nicht unter langen Hosen und meine Achseln nicht unter T-Shirts verstecken, das würde die gesamte Mission Wookiee gefährden.
4.) Ich werde mir noch viel mehr lustige Namen für mein Vorhaben ausdenken sowie mir für die gängigsten Pro-Enthaarungs-Sager (Hygiene, eklig, Frauen haben da aber keine Haare) Antworten überlegen, um KritikerInnen besser kontern zu können.
5.) Ich werde mir, wenn ich mir einen neuen Bikini für die kommende Badesaison zulege, erst einmal einen mit Panty aussuchen und mich schrittweise zum knappen Bikinihöschen vorarbeiten, um mich selbst nicht zu überfordern.
6.) Trimmen ist ok, Kahlschlag tabu!


Vermutlich werden mir in nächster Zeit noch weitere Regeln einfallen, etwaige Ergänzungen werden natürlich veröffentlicht. Auch Vorschläge zur Erweiterung werden gerne angenommen!



Sonntag, 13. Mai 2012

Tag 1, ein Entschluss wird gefasst

Heute ist Muttertag, der perfekte Tag um einen Versuch zu starten, der meine Ideale und meine Körperwahrnehmung auf die Probe stellen wird: Ich werde aufhören mich zu rasieren! Somit ist es ausgesprochen. Ade Rasierer, adieu Epilierer (dich konnte ich noch nie leiden), leb wohl Enthaarungscreme und baba ihr vor euch hingammelnden Kaltwachsstreifen in der Badezimmerschublade, ihr habt bei mir eh nie funktioniert. Keine Stoppel mehr, keine juckenden roten Pünktchen und nie wieder eingewachsene Haare. Abschied vom Kahlschlag für vielleicht immer, aber zumindest für ein Jahr in dem ich über meine Erlebnisse berichterstatten werde.

Die Idee, sich nicht mehr zu rasieren ist an sich keine besonders neue, auch nicht für mich. Schon seit einigen Jahren stelle ich mir bei jeder Rasur, bei jedem misslungenem Versuch mich mittels Wachsstreifen in eine haarlose, mich am Strand räkelnde Bikinigöttin zu verwandeln, die Frage: Wozu das ganze? Und für wen? Für mich selbst bestimmt nicht, denn außer kratzenden Stoppeln am nächsten Tag, fiesen Ausschlägen von noch so sensitiven Enthaarungscremen und manchmal sogar unschönen Schnittwunden hat mir das rasieren noch nie viel gebracht. Klar, so hübsche glatte Beine wie aus der Fernsehwerbung mögen ganz nett anzusehen sein, aber nicht wenn sie nach einer Stunde grausam jucken und schlimmsten falls vor lauter Trockenheit auch noch schuppen. Alles in allem keine gesunden Hautreaktionen. Logische Konsequenz also: Lass es wachsen!

Abgesehen von meinem persönlichen Wohlbefinden beim Entfernen meiner Haare, kommt noch ein weiterer Faktor hinzu der zu meinem Entschluss beigetragen hat es in Zukunft flauschig zu sein, nämlich meine politische Überzeugung. Als Feministin stören mich seit Jahren die Gründe warum ich überhaupt begonnen habe mich meiner natürlichen Behaarung zu entledigen. Obwohl ich mich ansonsten soweit wie möglich von allen einengenden Geschlechterstereotypen fernhalte, sehr viel Zeit in den Kampf gegen Kapitalismus, Faschismus und Sexismus stecke und klassische Rollenbilder nicht nur total langweilig finde, sondern auch gefährlich für die Entwicklung jedes Menschen, greife ich doch immer wieder zu Rasierer und entledige mich von etwas, das mich als erwachsene Frau kennzeichnet, meiner Körperbehaarung.
Ein jeder Bub ist stolz auf seinen ersten Bartwuchs, als Zeichen seines Erwachsenwerdens. Als damals 11-jährige hab ich mich beim Entdecken meiner ersten Achselhaare bloß gefragt wie ich die wohl am schnellsten wieder los werde.

Somit ist der Entschluss gefasst und, was mich unter Zugzwang bringt, veröffentlicht! Den Reaktionen aus meinem Umfeld sehe ich gespannt entgegen, besonders der von meinem Freund, wenn er vom Muttertagstratsch nachhause kommt. Der weiß nämlich noch gar nichts von seinem Glück, demnächst eine Freundin mit Haaren unter den Armen zuhause zu haben.